
(Vorläufige Übersetzung, die ab und zu verbessert wird.) Einleitung
Gita-Dhyanam Kap.1 2 (1.Teil) 2 (2.Teil) 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18
Kap.1 2 (1.Teil) 2 (2.Teil) 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18
INHALT: Religiöse Praxis in Abhängigkeit vom vorherrschenden Guna im menschlichen Charakter — Sattvische Religionsausübung — Erklärung des Mantras „Om tat sat“
Om, dem glückverheißenden höchstem Selbst Verneigung.
Hier beginnt das siebzehnte Kapitel.
Arjuna sprach —
Diejenigen, die die Lehrvorschriften verworfen haben, aber voller Glauben ihre Gottesverehrung durchführen, was ist deren Zustand, Krishna, Sattva, oder etwa Rajas oder Tamas? (17:1)
Der Herrliche sprach —
Dreifältig ist bei Körperhabenden der aus eigener Natur entstandene Glaube: sattvisch, rajasisch oder auch tamasisch. Davon höre jetzt. (17:2)
Entsprechend dem eigenen Wesen entsteht bei allen der Glaube, Arjuna. Aus Glaube besteht der Mensch. Das, was der Glaube eines Menschen ist, das macht ihn aus. (17:3)
Die Sattvischen verehren die himmlischen Wesen, die Rajasischen die Wesen des Reichtums und der körperlichen Kraft, und die anderen, die tamasischen Menschen, verehren Hungergeister und die Scharen der Störenfriede. (17:4)
Jene Menschen, die sich mit schrecklicher, nicht den Schriften entsprechender Askese peinigen, verbunden mit Scheinheiligkeit und Egoismus, einhergehend mit Lust, Leidenschaft und Gewalt, (17:5)
… die die im Körper wohnende Schar der Elemente sinnlos quälen und auch mich, der ich im Körper wohne, diese wisse als von weltlicher Gesinnung. (17:6)
Die bevorzugte Nahrung aller ist von drei Arten, ebenso wie Weihehandlung, Askese, Freigebigkeit. Die Unterschiede davon höre. (17:7)
Nahrung die ein langes Leben, Energie, Kraft, Gesundheit, Glück und Freude fördert, die saftig, zart, fest, und dem Magen zusagend ist, die ist den Sattvischen lieb. (17:8)
Bittere, saure, salzige, überheiße, stechende, kratzende, verbrennende Speisen sind dem Rajasischen erwünscht; sie geben Schmerz, Kummer und Verdauungsstörungen. (17:9)
Nahrung die zu alt ist, deren Geschmack vergangen ist, Vergammeltes oder vom Vortage, und auch Essensreste anderer und nicht zum Opfer geeignetes, das ist den Tamasischen lieb. (17:10)
Weihehandlung, die dargebracht wird, ohne Resultate zu verlangen, wobei die Regeln in Betracht gezogen wurden, mit konzentriertem Gemüt, dass dies darzubringen ist, die ist sattvisch. (17:11)
Weihehandlung aber, die mit Blick auf das Ergebnis oder mit dem Ziel etwas vorzutäuschen durchgeführt wird, Arjuna, die wisse als rajasisch. (17:12)
Den Vorschriften nicht genügend, ohne Verteilung von Speisen, ohne Mantras, ohne Priesterlohn, ohne Glaube, diese Weihehandlung nennt man tamasisch. (17:13)
Götter, Priester, Lehrer und Weise zu ehren, Reinheit, Aufrechtheit, Enthaltsamkeit und Gewaltlosigkeit, das wird körperliche Askese genannt. (17:14)
Zu sprechen ohne Unruhe zu erzeugen, wahrhaftig, liebenswürdig und heilsam, sowie das Üben heiliger Rezitation, das wird Askese der Sprache genannt. (17:15)
Ein gnädiges Gemüt, Freundlichkeit, Stille, Selbstkontrolle, Läuterung des eigenen Seinszustandes, dies wird mentale Askese genannt. (17:16)
Diese dreifache Askese, die mit höchstem Vertrauen praktiziert wird von Menschen, die nicht nach Ergebnissen verlangen und mit Höherem verbunden sind, wird sattvisch genannt. (17:17)
Askese, die durchgeführt wird um Vorteile, Ansehen, Ehre zu erwerben oder aus Heuchelei, die wird auf Erden rajasisch genannt; sie ist unstet und unzuverlässig. (17:18)
Askese, die mit verwirrter Auffassung und Selbstverletzung durchgeführt wird oder um einen anderen zu schädigen, die wird tamasisch genannt. (17:19)
Die Gabe, die aus der Überzeugung gegeben wird, dass gegeben werden sollte, und die einem gilt der nicht zurückgibt, am rechten Ort, zur rechten Zeit, einem würdigen Empfänger, diese Gabe wird als sattvisch angesehen. (17:20)
Eine Gabe aber, die gegeben wird für um einen Gegendienst oder in Anbetracht des Ergebnisses oder gequält, diese Gabe wird als rajasisch angesehen. (17:21)
Die Gabe, die an falschem Ort, zur falschen Zeit, oder Unwürdigen gegeben wird, unfreundlich und mit Geringschätzung, die wird tamasisch genannt. (17:22)
„Om tat sat“, das ist als dreifache Beschreibung Brahmans überliefert. Mit ihr wurden zu alter Zeit Veda-Kenner, Veden und Weihehandlungen ausgestattet. (17:23)
Deshalb wird stets „Om“ ausgesprochen, wenn von Brahman-Anhängern Taten der Weihehandlung, Freigebigkeit und Askese durchgeführt werden, entsprechend der Regel. (17:24)
Mit dem Wort „tat“ werden, ohne auf Ergebnisse abzuzielen, die verschiedenen Taten der Weihehandlung, Askese und Freigebigkeit von den Befreiungssuchern durchgeführt. (17:25)
Für die Bedeutung wahr und gut wird „sat“ verwendet. Für empfohlene Taten wird ebenfalls das Wort „sat“ genutzt, Arjuna. (17:26)
Beständigkeit bei Weihehandlung, Askese und Freigebigkeit wird ebenfalls „sat“ genannt. Auch diesbezügliche Taten werden „sat“ genannt. (17:27)
Was ohne vertrauensvollen Glauben als Weihehandlung dargebracht, was gespendet, was als Askese praktiziert oder was getan wurde, wird „asat“ genannt, Arjuna, und das ist nichts, weder hier noch nach dem Tod. (17:28)
Om tat sat. Also lautet in den Upanishaden der Bhagavadgita, der Brahmanwissenschaft, dem Yogalehrbuch, dem Gespräch zwischen Srî Krishna und Arjuna, das siebzehnte Kapitel, genannt Yoga der Unterscheidung der drei Arten des Glaubens.
nur Übersetzung:
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mit Sanskrit-Analyse:
Gîtâdhyânam
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