
(Vorläufige Übersetzung, die ab und zu verbessert wird.) Einleitung
Gita-Dhyanam Kap.1 2 (1.Teil) 2 (2.Teil) 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18
Kap.1 2 (1.Teil) 2 (2.Teil) 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18
INHALT: Der eigene Freund werden — Meditation — Der größte Gewinn — Was passiert bei Erfolglosigkeit im Yoga?
Om, dem glückverheißenden höchsten Selbst Verneigung.
Hier beginnt das sechste Kapitel.
Der Herrliche sprach —
Wer, ohne sich auf die Handlungsergebnisse zu stützen, die zu tuende Tat tut, der ist ein Sannyâsî, der ist ein Yogî, aber nicht wer kein Herd-Feuer unterhält und keine Riten vollzieht. (6:1)
Das, was man Entsagung nennt, wisse, dass dies Yoga ist, Arjuna. Denn niemand, der nicht seinem Eigenwillen entsagt hat, ist ein Yogi. (6:2)
Für den Weisen, der Yoga zu erreichen wünscht, gilt Handlung als Werkzeug. Für den, der Yoga erreicht hat, gilt Geistesruhe als Werkzeug. (6:3)
Wenn jemand weder Sinnesobjekten noch Handlungen verhaftet ist und allen Eigenwillen abgelegt hat, dann heißt es, dass er den Yoga erklommen hat. (6:4)
Man sollte sich selbst durch sich selbst in die Höhe bringen, man sollte sich selbst nicht herabsetzen. Man selbst wahrlich ist der eigene Freund, man selbst wahrlich ist der eigene Feind. (6:5)
Ein Freund ist das Selbst für das Selbst bei dem, der sich selbst durch sich selbst besiegt hat. Bei Rivalität aber des Ungeistigen, benimmt sich das Selbst wie ein Gegner. (6:6)
Für den Selbstbesiegten, zur Ruhe gekommenen, ist das höchste Selbst deutlich anwesend, in Kälte, Hitze, Freude, Leid, wie auch in Ehre und Missachtung. (6:7)
Durch Erkenntnis und Verwirklichung zufriedenen Geistes, im Höchsten Punkt des eigenen Wesens verankert, die Sinneslüste ganz besiegt habend, dieser Yogi, heißt es, ist mit Höherem verbunden, und Erdklumpen, Steine und Gold sind für ihn dasselbe. (6:8)
Gegenüber Wohlgesinnten, Freunden, Feinden, Fremden, Vermittlern, Verabscheuenswerten und Verwandten. gegenüber Guten ebenso wie Bösen zeichnet er sich durch gleichmütige Einsicht aus. (6:9)
Der Yogi sollte sich ständig mit dem Selbst verbinden, im Verborgenen gefestigt, allein, sich selbst und seine Aufmerksamkeit gezügelt, ohne Bittgebet, ohne Habenwollen. (6:10)
Nachdem er an einem reinem Ort einen festen Sitz für sich errichtet hat, nicht zu hoch, nicht zu tief, aus Stoff, Antilopenfell und Kusha-Grass übereinander, (6:11)
… sollte er dort, nachdem er sein Gemüt auf einen Punkt ausgerichtet hat und die Aktivitäten der Aufmerksamkeit und der Sinneskräfte gezügelt hat und sich auf den Sitz gesetzt hat, zur Selbstreinigung Yoga üben. (6:12)
Gerade Rumpf, Kopf, Nacken haltend, unbeweglich ohne das diese schwanken, den inneren Blick auf die eigenen Nasenspitze gerichtet und nicht in der Gegend herumschauend, (6:13)
… friedvoll gewordenen Geistes, die Furcht weggegangen, gefestigt im Keuschheitsgelübde, und nachdem man das Gemüt gezügelt hat und die Aufmerksamkeit auf mich gerichtet, möge man in Konzentration sitzen mit mir als höchstem Ziel. (6:14)
Auf diese Art sich ständig mit dem Selbst verbindend, mit wohlkontrollierten Gemüt, erreicht der Yogi den Frieden, der das Aufgehen im Höchsten ist, das Zusammensein mit mir. (6:15)
Yoga ist nicht für den zu viel Essenden noch für den, der dem Fasten ganz ergeben ist, und auch nicḥt für den der gewohnheitsmäßig zu viel schläft, noch für den Wachenden, Arjuna. (6:16)
Für den, der sich angemessen ernährt und Freizeit genießt, sich angemessen körperlich anstrengt in Handlungen, angemessen schläft und wacht, wird Yoga zum Vernichter des Leids. (6:17)
Wenn seine gezügelte Aufmerksamkeit sich nur in das Selbst versenkt ohne Verlangen irgendwelcher Wunschobjekte, dann wird er ein mit [Höherem] Verbundener genannt. (6:18)
„Wie die Flamme, die sich in Windstille befindet, nicht flackert,“ dies ist das überlieferte Gleichnis des Yogi mit gezügelter Aufmerksamkeit, der den Yoga des Selbstes übt. (6:19)
Wo die Aufmerksamkeit zur Ruhe kommt wird, durch Yoga-Übung zurückgehalten, wo von einen selbst das Selbst gesehen wird, da ist man im Selbst zufrieden. (6:20)
Wo man jenes überbordende Glück, das von der Einsicht erfassbar ist aber die Sinne übersteigt, erkennt, und, darin gefestig, nicht mehr nicht von der Wahrheit schwankt, (6:21)
… und nachdem man es erlangt hat keinen anderen Gewinn für größer hält, und worin gefestigt, man auch durch schweres Leid nicht erschüttert wird, (6:22)
… das möge man verstehen als die Trennung der Verbindung zum Leid, genannt Yoga. Dieser Yoga ist mit Entschlossenheit zu praktizieren und mit unverzagtem Geist. (6:23)
Nachdem man allen aus Eigenwillen entstandenen Wünschen, restlos entsagt hat und mit dem Gemüt die Schar der Sinneskräfte vollständig gezügelt hat, (6:24)
… sollte man langsam langsam zur Ruhe kommen durch die von Entschlossenheit ergriffene Einsicht.. Nachdem man das Gemüt im Selbst gefestigt hat, sollte man auf nichts sonst die Aufmerksamkeit richten. (6:25)
Sobald auch immer das schwankend unstete Gemüt fortwandert, dort sollte man es zügeln und willentlich in das Selbst leiten. (6:26)
Zu diesem Yogi mit zur Ruhe gekommenem Gemüt kommt das größte Glück – zu dem Makellosen, dessen Rajas erloschen ist, der zu Brahman geworden ist. (6:27)
Sich immer mit dem wahren Selbst verbindend erreicht der Yogi, dessen Makel gewichen sind, mühelos die Berührung mit Brahman und damit die überbordende Freude. (6:28)
Sich selbst in allen Wesen befindlich und alle Wesen im eignen Selbst, das sieht der, dessen Geist mit Yoga verbunden ist, der überall die Schau desselben hat. (6:29)
Wer mich überall sieht und alles in mir sieht, für den gehe ich nicht verloren und er geht nicht für mich verloren. (6:30)
Wer mich als in allen Wesen befindlich verehrt und in der Einheit gefestigt ist — wie auch immer er lebt, dieser Yogi lebt in mir. (6:31)
Wer, weil es mit ihm selbst vergleichbar ist, überall das gleiche sieht, Arjuna, ob es Angenehmes oder Unangenehmes sei, dieser Yogi wird als der beste angesehen. (6:32)
Arjuna sprach —
Diese Verbindung, welche von dir verkündet wurde, mit der Gleichheit, Krishna, für die sehe ich wegen Wankelmütigkeit keinen festen Bestand. (6:33)
Denn unstet ist das Gemüt, o Krishna, zerrend, stark, hartnäckig. Seine Unterwerfung, denke ich, ist so schwierg zu erreichen, wie die des Windes. (6:34)
Der Herrliche sprach —
Zweifellos, Arjuna, ist das ruhelose Gemüt schwer nieder zu halten. Durch Übung jedoch, und durch Verhaftungslosigkeit wird es gepackt. (6:35)
Mit ungezügeltem Wesen ist Yoga meiner Ansicht nach schwer zu erlangen. Aber von einem Strebenden mit unterworfenem Geist kann er bei richtigem Herangehen erreicht werden. (6:36)
Arjuna sprach —
Der Ungezügelte, aber mit glaubendem Vertrauen ausgestattete, dessen Gemüt vom Yoga abgewichen ist, der die Vollendung im Yoga nicht erreicht hat, welchen Weg geht er, Krishna? (6:37)
Ist es nicht so, dass er auf beiden Gebieten versagt hat und wie eine zerissene Wolke untergeht, ohne festen Grund, Krishna, verwirrt auf dem Weg zu Brahman? (6:38)
Meinen Zweifel restlos zu tilgen, das bitte ich dich, Krishna. Denn ein anderer als du ist als Beseitiger dieses Zweifels nicht passend. (6:39)
Der Herrliche sprach —
Arjuna, weder hier auf Erden noch im Jenseits gibt es seinen Untergang. Keiner der Segenreiches tut, geht ins Elend, Lieber. (6:40)
Nachdem er die Welten derjenigen, die verdienstvolle Taten getan haben, erlangt hat und endlose Jahre dort gewohnt hat, wird der vom Yoga gefallene im Haus reiner, angesehener Menschen geboren. (6:41)
Oder aber er kommt in eine Familie weiser Yogis. Eine derartige Geburt in dieser Welt ist allerdings schwerer zu erlangen. (6:42)
Dort erlangt er die Verbindung zu seiner Einsicht aus der früherem Existenz und strebt dann wieder zur Vollendung, Arjuna. (6:43)
Durch diese frühere Übung wird er sogar unwillkürlich mitgerissen. Mit dem Wunsch, den Yoga zu lernen, lässt er er die Vedaworte hinter sich. (6:44)
Mit Anstrengung sich bemühend geht der Yogi, von Fehlern ganz gereinigt und über zahllose Existenzen vervollkommnet, dann zum höchsten Ziel. (6:45)
Über den Asketen ist der Yogi, und gilt sogar als über den Wissenden. Über den mit religiösen Tätigkeiten Beschäftigten ist der Yogi. Deshalb werde ein Yogi, Arjuna. (6:46)
Und wer von allen Yogis mich mit in mich eingegangenem inneren Selbst voller Vertrauen verehrt, der ist meiner Meinung nach der mir am meisten verbundene. (6:47)
Om tat sat. Also lautet in den Upanishaden der Bhagavadgita, der Brahmanwissenschaft, dem Yogalehrbuch, dem Gespräch zwischen Srî Krishna und Arjuna, das sechste Kapitel, genannt Yoga der Meditation.
nur Übersetzung:
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mit Sanskrit-Analyse:
Gîtâdhyânam
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