
(Vorläufige Übersetzung, die ab und zu verbessert wird.) Einleitung
Gita-Dhyanam Kap.1 2 (1.Teil) 2 (2.Teil) 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18
Kap.1 2 (1.Teil) 2 (2.Teil) 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18
INHALT: Arjunas Problem ist ein Scheinproblem — Der menschliche Körper ist wie ein Kleidungsstück des Verkörperten — Das Echte ist Unzerstörbar — Beachte die eigene Lebensaufgabe — (ab Vers 54) Der in Weisheit Gefestigte
Om, dem glückverheißenden höchsten Selbst Verneigung.
Hier beginnt das zweite Kapitel.
Sanjaya sprach —
Zu dem von Mitgefühl ergriffenen, dem Verzweifelten, dessen Augen verwirrt und voller Tränen waren, sagte Krishna daraufhin dieses Wort: (2:1)
Der Herrliche sprach —
Woher ist diese Verzagtheit in der Gefahr an dich herangetreten? Das gefällt dem Edlen nicht, führt nicht zum Himmel, bringt Schande, Arjuna! (2:2)
Gehe nicht zur Unmännlichkeit, Arjuna, dass passt nicht zu dir. Entsage dieser armseligen Herzensschwäche und erhebe dich, du Feindezüchtiger! (2:3)
Arjuna sprach —
Wie soll ich in der Schlacht den Bhîshma und den Drona mit Pfeilen bekämpfen? Beide sind verehrungswürdig, Krishna. (2:4)
Die Gurus, die Hochedlen, nicht zu töten, ist besser, selbst beim Davontragen des Bettlerdaseins in dieser Welt. Habe ich die Gurus, die auf ihren Vorteil aus sind, getötet, kann ich auf Erden nur noch blutbeschmierte Freuden genießen. (2:5)
Und wir wissen nicht, was von beiden besser für uns ist: dass wir siegen oder dass sie uns besiegen. Wenn wir diese vor uns aufgereihten Dhritarâshtra-Söhne getötet haben, möchten wir auch nicht mehr leben. (2:6)
Mein Wesen ist erschlagen von Elend und Schuld, mein Geist ist verwirrt bezüglich des Dharmas, ich frage dich, was das Bessere wäre, sage es mir entschieden. Ich bin dein Schüler. Lehre mich, der ich Zuflucht zu dir genommen habe. (2:7)
Nicht erkenne ich, was meinen brenneden Schmerz vertreiben könnte, der meine Sinne verzehrt, selbst wenn ich auf Erden ein wohlhabendes Königreich ohne Rivalen erlangt hätte oder gar die Oberherrschaft über die Götter. (2:8)
Sanjaya sprach —
Nachdem Arjuna so zu Krishna gesprochen hatte, o König, sagte er zu ihm: „Ich kämpfe nicht“, und schwieg. (2:9)
(„O König“, Sanjaya redet damit Dhritarâshtra an, dem er dies alles berichtet.)
Zu ihm, dem Verzweifelten, sprach Krishna, gleichsam loslachend, o König, in der Mitte beider Armeen dieses Wort: (2:10)
Der Herrliche sprach —
Für die Nichtbeklagenswerten empfindest du Schmerz und sprichst dabei Worte der Weisheit. Die Kundigen trauern weder über die Toten noch über die Lebenden. (2:11)
Es gibt keinen Zeitpunkt zu dem ich nicht existierte, noch du, noch diese Fürsten, und auch in Zukunft werden wir alle nicht aufhören zu sein. (2:12)
Wie es für den Körperhabenden in diesem Körper Kindheit, Jugend, Alter gibt, so gibt es das Gelangen zu einem anderen Körper. Der Gefestigte ist darüber nicht verwirrt. (2:13)
Kontakte mit materiellen Elementen, Arjuna, geben Kälte und Hitze, Angenehmes und Unangenehmes. Die Kontakte kommen und gehen und sind unbeständig. Erdulde sie mit innerer Stärke, Arjuna. (2:14)
Der Mensch, Arjuna, den sie nicht zum Erzittern bringen, der Angenehmes und Unangenehmes als gleich nimmt und gefestigt ist, der ist bereit für die Unsterblichkeit. (2:15)
Vom Unwirklichen gibt es kein Dasein, vom Wirklichen gibt es kein Nichtsein. Die Konsequenz von beiden wird von den Wahrheitssehern gesehen. (2:16)
Als Unzerstörbar wisse das, was all dies ausgebreitet hat. Niemand kann die Zerstörung dieses Unzerstörbaren bewirken. (2:17)
Ein Ende, heißt es, haben diese Körper des ewigen Körperhabenden, des Unzerstör- und Unabmessbaren. Deshalb kämpfe, Arjuna. (2:18)
Wer diesen als Tötenden ansieht, und wer diesen als getötet glaubt, beide haben kein tiefes Verständnis. Weder tötet dieser, noch wird er getötet. (2:19)
Er wird nicht geboren noch stirbt er jemals, er existiert und wird nicht in Zukunft aufhören zu existieren. Ungeboren, ewig, ununterbrochen bleibend, uralt, wird er nicht getötet, wenn der Körper getötet wird. (2:20)
Wer diesen Unzerstörbaren, Ewigen, Ungeborenen, Unvergänglichen kennt, Arjuna, wie könnte dieser Mensch jemanden töten lassen oder jemanden töten? (2:21)
Wie ein Mensch abgetragene Kleider ablegt und andere, neue ergreift, so legt der Körperhabende abgenutzte Körper ab und geht in andere neue. (2:22)
Nicht schneiden ihn Waffen, nicht brennt ihn Feuer, Gewässer machen ihn nicht nass, Wind trocknet ihn nicht aus. (2:23)
Unzerschneidbar ist er, unverbrennbar, unbefeuchtbar, unaustrockenbar, ewig, allgegenwärtig, fest, unbeweglich, uranfänglich. (2:24)
Nichtoffenbar ist er, nicht vom Denken erfassbar, unveränderbar, heißt es. Wenn du ihn so verstanden hast, brauchst du keinen Schmerz für ihm zu leiden. (2:25)
Wenn du ihn jedoch als beständig geboren werdend und beständig sterbend ansiehst, auch dann, Arjuna, brauchst du keinen Schmerz für ihm zu leiden. (2:26)
Für den Geborenen gibt es einen sicheren Tod, und eine sichere Geburt gibt es für den Gestorbenen. Deshalb brauchst du bei diesem unvermeidlichen Sachverhalt nicht zu klagen. (2:27)
Unmanifestiert sind Geschöpfe am Anfang, manifestiert in der Mitte ihrer Existenz und unmanifestiert zum Ende. Für welche Klage ist dies ein Anlass? (2:28)
Verwundert schaut ihn mancher, verwundert spricht über ihn ein anderer, ein weiterer hört von ihm verwundert, doch niemand, der nur von ihm gehört hat, versteht ihn. (2:29)
Der Körperhabende in jedem Körper ist ewig unverletzlich, Arjuna. Deshalb brauchst du um kein Geschöpf zu klagen. (2:30)
Und auch in Hinblick auf die eigene Lebensaufgabe brauchst du nicht zu verzagen, denn etwas Besseres als den gerechten Kampf gibt es für den Krieger nicht. (2:31)
Unerwarteter Weise hat sich eine geöffnete Himmelpforte ergeben. Glücklich sind die Krieger, Arjuna, die einen solchen Kampf erlangen. (2:32)
Doch wenn du diesen rechtschaffenden Kampf nicht angehen wirst, dann hast du deine Lebensaufgabe und deinen Ruhm verworfen und wirst Unheil erlangen. (2:33)
Schande werden die Wesen von dir berichten, unvergängliche! Für den Geachteten übertrifft Schande den Tod. (2:34)
Die großen Wagenkrieger werden denken, dass du von der Schlacht aus Furcht zurückgetreten bist. Bei denen, für die du hochgeachtet warst, wirst du zur Bedeutungslosigkeit gehen. (2:35)
Deine Feinde werden viele Worte sprechen, die nicht gesagt werden sollten und werden sich über deine Stärke lustig machen. Was ist schmerzhafter als das? (2:36)
Entweder wirst du als Getöteter den Himmel erlangen oder als Sieger die Erde genießen. Deshalb erhebe dich, Arjuna, zum Kampf entschlossen. (2:37)
Nachdem du dir Angenehmes und Unangenehmes, Ertrag und Verlust, Sieg und Niederlage gleichbedeutend gemacht hast, verbinde dich mit dem Kampf. So wirst du keine Schuld erlangen. (2:38)
Dies ist die Einsicht, die dir in Abwägung des Für und Wider erklärt wurde. Doch höre sie aus der Anwendung. Verbunden mit dieser Einsicht, Arjuna, wirst du die Tatenfesseln ablegen können. (2:39)
Hier ist kein Versuch vergeblich, kein nachteiliger Effekt findet sich, sogar ein bisschen dieses Weges schützt vor großer Gefahr. (2:40)
Entschlossen und geeint ist hier die Einsicht, Arjuna. Vielverzweigt und endlos aber sind die Einsichten der Unentschlossenen. (2:41)
Diese blumenreiche Rede, die die Uninspirierten verkünden, die sich an Veda-Worten ergötzen und behaupten, etwas anderes sei nicht wahr, … (2:42)
die wunschgetrieben sind und für die der Himmerl das Größte ist. Das ist die Rede, in der es um die aus Handlungsfrüchten resultierende Wiedergeburt geht, um eine Vielzahl besonderer Riten und um den Weg zu Genuss und Macht. (2:43)
Für die an Genuss und Macht klebenden, die durch diese Rede des klaren Bewusstseins beraubt sind, wird keine entschlossene Einsicht in meditativer Einswerdung gewährt. (2:44)
Der Bereich, auf den sich die Veden beziehen, ist durch die drei Gunas charakterisiert. Sei frei von den drei Gunas, Arjuna, frei von den Gegensatzpaaren, im ewigen Sein gefestigt, ohne Sorge um Besitz, in dir selbst ruhend. (2:45)
So viel Nutzen wie dort ein Brunnen hat, wo von allen Seiten Wasser zusammenfließt, so viel Nutzen ist in allen Veden für den wissenden Brahmankenner. (2:46)
Im Tun ist dein Wirkbereich, nicht in den Ergebnissen. Lasse nicht die Frucht des Tuns dein Beweggrund sein, noch sei der Tatenlosigkeit verhaftet. (2:47)
In Yoga gefestigt vollbringe Taten und entsage der Anhaftung, Arjuna, in Erfolg und Misserfolg der Gleiche bleibend. Gleichmut wird Yoga genannt. (2:48)
Das Tun steht wahrlich weit unterhalb der Verbindung zur Einsicht, Arjuna. Suche Zuflucht in der Einsicht. Erbärmlich sind die durch Ergebnisse Motivierten. (2:49)
Der mit der Einsicht Verbundene legt in dieser Welt beides ab: gutgetan und schlechtgetan. Über deshalb dem Yoga: Yoga ist Wohlbefinden bei Handlungen. (2:50)
Nachdem die mit der Einsicht verbundenen Andächtigen, die aus Taten geborenen Ergebnisse losgelassen haben, sind sie befreit vom Zwang zur Wiedergeburt und gelangen zum Daseinszustand wo Wohlergehen herrscht. (2:51)
Wenn deine Einsicht das Dickicht der Verwirrung überwunden haben wird, dann wirst du zur Gleichgültigkeit gegenüber noch zu Hörendem und bereits Gehörtem gelangen. (2:52)
Wenn deine Einsicht, die von Gehörtem verunsichert war, unerschütterlich gefestigt sein wird, unwankend in meditativer Einswerdung, dann wirst du Yoga erlangen. (2:53)
nur Übersetzung:
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mit Sanskrit-Analyse:
Gîtâdhyânam
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